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Anwendungsfach Medienpädagogik und -psychologie

 
 

im Studiengang Diplom-Medieninformatik

 

(Informationen zu weiteren Medienpädagogik- und Medienpsychologieanteilen im Medieninformatikstudium finden Sie auf der Übersichtsseite Studium.)

 

 

Sie können die wichtigsten Informationen dieser Seite auch downloaden: Beschreibung des Anwendungsfachs (pdf, ca. 33 kB).

Warum dieses Anwendungsfach?

Zunehmend wird es in Wirtschaft und Gesellschaft wichtiger, über Hintergründe, Zusammenhänge und Wirkungen moderner Medien Bescheid zu wissen. Gerade auf einem Arbeitsmarkt, auf dem verstärkt sehr unterschiedliche Medien und Berufsprofile miteinander konkurrieren, können diese Kenntnisse eine entscheidende Qualifikation darstellen. Entsprechend dieser großen Bedeutung beschäftigt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen mit Medien. Im Anwendungsfach „Medienpädagogik und -psychologie“ werden die genannten Kenntnisse deshalb unter einer interdisziplinären Ausrichtung vermittelt. Es können Kompetenzen erworben werden, die bei der Entwicklung und Gestaltung eigener Medienangebote hilfreich sind und mit denen beispielsweise den folgenden Fragestellungen nachgegangen werden kann:

 

  • Welche Aspekte des Medienangebots werden unter welchen Bedingungen von wem als attraktiv, interessant oder nützlich empfunden?
  • Welches Marktpotential ist vorhanden, welcher Bedarf für das Angebot ist vorhanden?
  • Werden jene Adressaten, die mit dem Angebot erreicht werden sollen, auch wirklich angesprochen? Wie „informiert“ man sich über gesellschaftliche (Ziel-)Gruppen, für die das Angebot gedacht ist?
  • Welche „Botschaft“ wird durch das Medium transportiert? Wie verändert sich Information durch das Medium, was kommt beim Empfänger an? Was wird wahrgenommen?
  • Unter welchen Bedingungen wird etwas gelernt, verarbeitet, behalten oder vergessen?
  • Wie kann ein Medium so aufbereitet werden, dass beim Nutzer eine optimale Informationsverarbeitung stattfindet? Wie kann eine Anpassung an unterschiedliche Nutzer erfolgen?
  • Was kennzeichnet mediengestützte Kommunikation und wie kann sie angemessen genutzt werden?
  • Welche Wirkungen können durch das Angebot erzielt werden, welche nicht – und wie können die Wirkungen überprüft werden?
  • Wie können Medien evaluiert werden?

 

Der Anwendungsfach „Medienpädagogik und -psychologie“ ergänzt damit das Studium der Medieninformatik um Kompetenzen, die im späteren Berufsalltag von Medieninformatiker(inne)n von wesentlicher Bedeutung sind.

Projektbeispiele aus dem Anwendungsfach

Viele Lehrveranstaltungen des Anwendungsfachs "Medienpädagogik und -psychologie" haben einen starken Praxisbezug und sind projektorientiert. Im Folgenden sind einige Projektbeispiele aufgeführt:

 

Lehrangebot

Im Anwendungsfach „Medienpädagogik und -psychologie“ ist mit einem Lehrangebot, das über die laut Prüfungsordnung geforderte Mindestanzahl an Veranstaltungen deutlich hinaus geht, die Möglichkeit gegeben, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Das Anwendungsfach ist modular aufgebaut. Das bedeutet, dass die Inhalte der Module abgegrenzt sind und dass innerhalb der Module in den jeweils vorangehenden Veranstaltungen Inhalte vermittelt werden, die für das Verständnis nachfolgender Veranstaltungen notwendig sind. Zu jeder der beiden Fachrichtungen Medienpsychologie und Medienpädagogik werden je ein Basismodul und ein Aufbaumodul angeboten.

 

Die nachfolgende Übersicht führt die Struktur des Lehrangebots auf (nicht das aktuelle Semesterangebot).

 

 

Nr.

Modul/Veranstaltung

SWS

Turnus

LP

I.

Basismodule

 

 

 

1.

Modul Medienpädagogik I: Allgemeine Medienpädagogik

 

 

 

1.1

Forschungs-, Entwicklungs- und Anwendungsfelder der Medienpädagogik

2S

WiSe

4

1.2

Praxisseminar Medienpädagogische Kompetenzentwicklung

2S

SoSe

4


2.


Modul Medienpsychologie I: Kognitions- und Lernpsychologie

 

 

 

2.1

Lernen mit neuen Medien

2S

WiSe

4

2.2

Praxisseminar Multimediale Lernumgebungen

2S

SoSe

4


II.


Aufbaumodule

 

 

 

3.

Modul Medienpädagogik II: Mediendidaktik
(setzt die Kenntnisse von Basismodul 1 voraus)

 

 

 

3.1

Mediengestütztes Lehren und Lernen mit Neuen Medien

2S

WiSe

4

3.2

Praxisseminar Adressatenbezogener Einsatz Neuer Medien

2S

SoSe

4


4.


Modul Medienpsychologie II: Kommunikationspsychologie

(setzt die Kenntnisse von Basismodul 2 voraus)

 

 

 

4.1

Kommunikations- und Sozialpsychologie der Mediennutzung

2S

WiSe

4

4.2

Praxisseminar Mediengestützte Werbe- und Marktpsychologie
Alternativ: Praxisseminar Teamleitung und Projektmanagement

2S

SoSe

4

 

Informationen zum aktuellen und früheren Lehrangebot: Übersichtsseite Studium

Aufbau und Ablauf des Anwendungsfachstudiums

Das Anwendungsfach „Medienpädagogik und -psychologie“ kann in einem Umfang von 16 bis 24 Leistungspunkten entsprechend der in der Graphik dargestellten Pfade studiert werden. Werden 16 Leistungspunkte angestrebt, können wahlweise die beiden Basismodule oder ein Basismodul sowie ein Aufbaumodul aus dem Bereich Medienpädagogik oder Medienpsychologie belegt werden. Jede dieser drei Kombinationen ist durch den Besuch entsprechender Aufbaumodule auf 24 Leistungspunkte erweiterbar.

 



Mögliche Modul-Kombinationen

(Grafik vergrößern)

 

Vom Institut für Pädagogik werden jedes Semester zusätzliche Lehrveranstaltungen angeboten, die in der obigen Tabelle nicht aufgeführt sind, aber ergänzend besucht werden können (Beispiel: Mediensoziologie und Medienwissenschaften). Selbstverständlich kann das Anwendungsfach bei Interesse zudem über den Umfang von 24 LP hinaus studiert werden – wenngleich das Einbringen von mehr LP in die Anwendungsfachprüfung nicht möglich ist.

Medienpraktikum

Das Medienpraktikum (4 SWS, 8 LP) kann ebenfalls im Anwendungsfach „Medienpädagogik und –psychologie“ absolviert werden, was dringend empfohlen wird. Es wird in beiden Fachrichtungen (Medienpädagogik, Medienpsychologie) angeboten.

 

Medienpraktika werden im Rahmen des regulären Lehrangebots angeboten. Daneben können Sie sich in der Rubrik "aktuelle und abgeschlossene Praktika" ein Bild machen.

Anwendungsfachprüfungen im Rahmen der Diplomprüfung

Die Prüfungen im Anwendungsprüfungsfach können gesplittet werden, sollten sich jedoch minimal über die Inhalte von zwei Veranstaltungen erstrecken. In der Regel erfolgen sie mündlich. Neben fundierter Kenntnis der jeweiligen Basisliteratur der Veranstaltung können individuell thematische Schwerpunkte gewählt werden, die rechtzeitig mit dem Prüfer abgesprochen werden müssen. Prüfberechtigt sind derzeit Prof. Dr. Ziegler, Dr. Dresel und Dr. Stöger. Weitere Informationen, u.a. zu den Prüfungsterminen, erhalten Sie auf der Übersichtsseite Studium.

Beteiligte Personen und Studienfachberatung

 

 
 

Download

Beschreibung des Anwendungsfachs
(pdf, ca. 33 kB)

 

Direktlinks

Aktuelles Lehrangebot

Diplomarbeitsthemen

Themen für Praktika

Personen

Herbert Hertramph

Albert Ziegler

Markus Dresel

Heidrun Stöger

Christian Harteis