Kurz-Biographie Thom Frühwirth  

Entwicklung, Analyse und Anwendung nichtkonventioneller Programmiersprachen sind Spezialgebiet von Prof. Dr. techn. Dr. rer. nat. habil. Dipl.-Ing. Thomas Frühwirth, seit Juli 2002 C3-Professor in der Abteilung Programmiermethodik und Compilerbau der Universität Ulm. Frühwirth ist Österreicher, studierte Informatik an der Technischen Universität Wien, die ihn 1990 zum Doktor der Technischen Wissenschaften promovierte. Das Vor-Prüfungsjahr hatte er als Fulbright-Stipendiat an der State University of New York at Stony Brook (USA) verbracht. Es folgten fünf Jahre angewandte Forschung am European Computer-Industry Research Centre (ECRC) in München, wo der junge Informatiker Projektleiter in der Gruppe Constraint Reasoning and Constraint Databases war. Er blieb in München, nahm seine akademische Karriere wieder auf und habilitierte sich 1998 an der Ludwig-Maximilians-Universität am Lehrstuhl für Programmierung und Softwaretechnik. Seine Habilitationsschrift ist eine theoretische und praktische Darstellung der von ihm selbst entwickelten und implementierten Programmiersprache CHR, die inzwischen weltweit in mehr als 40 Projekten eingesetzt wird.

Bis heute hat Frühwirth mehr als 90 wissenschaftliche Arbeiten publiziert und, unter anderem mit Siemens und BMW, mehrere eigene Drittmittelprojekte zu softwaretechnischen Fragen realisiert. Sein besonderes Interesse gilt der Constraint-Programmierung, einer neuen Methode mit hervorragender Eignung für Entscheidungshilfesysteme. Frühwirth ist Hauptautor des ersten Lehrbuchs zu diesem Thema. Auch Lehrerfahrung bringt er mit: er unterrichtete bereits als Gastprofessor in Italien und Australien. Einen Ruf der Johannes-Kepler-Universität Linz (März 2002) auf eine Stiftungsprofessur für Software Engineering, verbunden mit der wissenschaftlichen Leitung des Software Competence Centers Hagenberg, hatte er vor einer Zusage für Ulm abgelehnt.

Aus: Uni Ulm Intern, Jan 2003

Kompletter Lebenslauf