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Computer machen Schüler dumm. Tatsächlich? Drucken
Montag, 10. Oktober 2005
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Computer machen Schüler dumm. Tatsächlich?
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Auch dass, und hierauf berufen sich ja noch andere Studien (Pfeiffer, Hannover), ein 15-jähriger (es wurden Schüler der Klasse 9 untersucht) am Computer in seinem Kinderzimmer eher sich dem Spielen widmet, statt vor einem „pädagogisch wertvollen“ Programm zu sitzen – wen wundert das? Auch ich habe damals lieber Micky Maus gelesen als zu einem Geschichtsbuch zu greifen.
Dennoch ist die Analyse von Fuchs und Wößmann interessant und gut gemacht. Aber das, was die Presse, die ja die öffentlichen Meinungen prägt, daraus macht, ist eher betrüblich. Man wird auch den Verdacht nicht los, dass Journalisten nicht wirklich gerne recherchieren, weil die Materie nicht zu ihrem Fach gehört. Und weil sie eben auch – mit Verlaub – ganz gerne ihren Lesern nach dem Mund reden:
„Das Ergebnis dürfte vielen Pädagogen und Eltern Seufzer der Erleichterung entlocken - bei ihnen sind multimediale Lernmittel nicht gerade beliebt: Lehrer sehen Computer & Co. gerne als komplizierte Zeitvernichter, etliche Eltern halten ihre Kinder für medial überfüttert und fordern ebenfalls eine Rückbesinnung auf Tafel, Kreide und Bücher.“ (SPIEGEL ONLINE)
Rückbesinnung auf Tafel und Kreide? Naa jaa … Auf Bücher und das Lesen? Gerne! Vor allem auf das aufmerksame Lesen von Berichten, meine Damen und Herren von der Presse! :-)
Übrigens, dass es auch anders geht, sachlich korrekter und ohne reißerische Überschrift, zeigt ein Blick in die Berichterstattung in der Schweizer Presse (Beispiel: St. Galler Tagblatt).



 
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