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Computer machen Schüler dumm. Tatsächlich? Drucken
Montag, 10. Oktober 2005
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Computer machen Schüler dumm. Tatsächlich?
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… Variablen wie z. B. „soziales Milieu“ mit ein und dadurch relativierten sich die Effekte, die ursprünglich hauptsächlich der Computerausstattung zugeschrieben worden waren. Dass man bei einer solchen nachträglichen Analyse zu Hilfskonstrukten greifen muss, ist gängig, darf aber auch nicht unerwähnt bleiben. In diesem Fall wurde z. B., um den familiären Bildungsstatus einzuschätzen, die Anzahl (nicht der Inhalt) der Bücher in einem Haushalt als Indikator genommen.

So sind die Resultate der Studie weder neu noch überraschend. Dass Faktoren wie soziale Umgebung oder Förderung durch das Elternhaus wichtiger für Lernerfolge sind als ein technisches Gerät – wer hätte je etwas anderes behauptet? Dass das bloße Lernen einer Textverarbeitung in der Schule (wie „Word“) keine besseren Berufsperspektiven gibt – das lag auch schon zuvor auf der Hand. Dass in den Schulen, aus ganz unterschiedlichen Gründen, die Computerausstattung nicht effizient eingesetzt wird – welcher Praktiker wäre da anderer Meinung? Und dass andere Lehr-/Lernmethoden wie z. B. fächerübergreifender Unterricht (allerdings nicht der in der Studie erwähnte Frontalunterricht) stärke Lerneffekte für den Schüler bringen kann, als ein Vokabeltrainer – auch das ist einleuchtend. ...



 
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