Praktikum im SS 2004
Praktikumsankündigung auf der elektronischen Pinwand
Im Rahmen dieses Praktikums soll der Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen in einer konkreten Anwendung studiert werden. In diesem Semester besteht die Aufgabe darin, ein neuronales System zur Verifikation von Fingerabdrücken zu implementieren. Dieses soll überprüfen, ob ein aufgenommener Testfingerabdruck mit einem gespeicherten Fingerabdruck des gleichen Fingers übereinstimmt. Zwar existieren bereits einige (auch kommerziell verfügbare) Systeme für diese Aufgabe, jedoch wird in diesen i.a. nicht mit neuronalen Methoden gearbeitet. Stattdessen werden mit aufwendigen Verfahren charakteristische Punkte (auch als Minutien bezeichnet) aus den Fingerabdrücken extrahiert und deren Anzahl, Art und Position verglichen [Jain 99]. Dieses Verfahren gilt jedoch bei Fingerabdrücken geringer Qualität als problematisch. Daher soll hier alternativ einmal die Eignung von künstlichen neuronalen Netzen für die Verifikation von Fingerabdrücken experimentell untersucht werden. Die eingesetzten neuronalen Netzmodelle sollen durch Präsentation von geeigneten Ausschnitten aus Fingerabdrücken erlernen, ob zwei Fingerabdrücke identisch sind [Baldi 93].
In diesem Praktikum kann mit zweierlei Datenmaterial gearbeitet werden:
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Wochen 1-2 |
Studium der Literatur [Baldi93], ggf. auch [Jain99] Sichten des Datenmaterials (DB3 von FVC2000) Implementierung von E/A-Routinen:
Implementierung einer Segmentierung, z.B. wie folgt:
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Wochen 3-4 |
Implementierung der Vorverarbeitung:
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Wochen 5-7 |
Implementierung der neuronalen Architektur (nach [Baldi93], jedoch mit MLP anstatt
probabilistischem Netzwerk)
Meilenstein 1: erster Prototyp eines neuronalen Fingerabdruck-Verifikators |
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Wochen 8-12 |
Analyse der mit dem Prototyp erzielten Ergebnisse Optimierung der Datenvorverarbeitung und der Architektur Test auf anderen Datensätzen (z.B. DB2, DB4 oder selbst aufgenommene Fingerabdruck-Datenbank) Meilenstein 2: optimierter neuronaler Fingerabdruck-Verifikator |
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Woche 13 |
Erstellen einer Abschlussdokumentation mit Erfahrungsbericht |
Alfred Strey, 07.04.2004