| Universität Ulm, Fakultät für Informatik, Abtl. Künstliche Intelligenz | up: Abteilungsseminar KI |
| Zusammenfassung |
Ein Problem der KI-Forschung ist, dass ihre Ergebnisse und Erfolge bisher in speziellen, oftmals realitätsfremden Anwendungsbereichen liegen (Big Blue bildet hier eine Ausnahme) und von der Öffentlichkeit deshalb kaum beachtet werden. Ein Schritt hin zu Problemstellungen die sehr viel eher der realen Welt entsprechen ist die RoboCup-Initiative. Die wissenschaftlichen Einzelaufgaben im RoboCup Umfeld sind dementsprechend wesentlich umfangreicher und in ihrer Gesamtheit bisher noch nicht ausreichend behandelt worden (dynamische Umgebung, Echtzeit, unvollständiger Informationszugriff, z.T. subsymbolische Sensorinformationen, parallele verteilte Ausführung, usw.). Es existieren zur Zeit 4 verschiedene RoboCup-Liegen. Die Simulationsliga, die Liga der kleinen und mittleren Roboter, sowie die sog. 4-legged Liga. Die hierbei involvierten wissenschaftlichen Gebiete variieren je nach RoboCup-Liga.
Im Rahmen eines KI-Praktikums wurden autonome Agenten entworfen und implementiert, die nach den RoboCup-Regeln eine Mannschaft in der Simulationsliga formieren. In der Simulationsliga spielen jeweils zwei Mannschaften aus elf einzelne Agenten ein virtuelles Fussballspiel gegeneinander. Ein Server-Programm, der sog. Soccerserver, kontrolliert hierbei den Ablauf des Spiels. Ein Agent ist in diesem Softwarerahmen ein Programm, das vom Soccerserver Sensorinformationen über eine Netzwerkverbindung bekommt und eigene Aktionen an diesen verschickt.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der RoboCup-Initiative und berichtet von aktuellen und zukünftigen Aktivitäten. Es werden die einzelenen RoboCup-Liegen kurz vorgestellt, wobei insbesondere auf die Simulationsliga näher eingegangen wird. Darauf aufbauend werden die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem RoboCup-Praktikum detailliert erläutert.
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