Universität Ulm, Fakultät für Informatik, Abtl. Künstliche Intelligenz up: weitere Lehrveranstaltungen

Methoden der Wissensverarbeitung

Hauptseminar im Wintersemester '07/'08


[Inhalt] - [Veranstalter] - [Voraussetzungen] - [Ablauf und Termine] - [Themen] - [Literatur] - [Technisches]

 Aktuelles

Vorbesprechung:
Dienstag, 23.10. um 16:00st Uhr im Raum O27 / 429

 Inhalt

 

Die Modellierung und geeignete Verarbeitung von Wissen spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von intelligenten Systemen. In diesem Seminar sollen über die in der Grundlagenvorlesung Einführung in die Künstliche Intelligenz vorgestellten Themen hinausgehend wichtige Methoden der Wissensverarbeitung und deren Anwendung behandelt werden.

 Veranstalter

 
Thorsten Liebig, O27 / 423
Sprechstunde: n.V.

 Voraussetzungen

 Themen

 

  1. Grundlagen des Semantic Web (kann nach Bedarf in mehrere Seminarthemen aufgeteilt werden)
    Die vom W3C geförderte Initiative des Semantic Web basiert auf einer Reihe von grundlegenden Sprachen. Es sollen sowohl diese Sprachen als auch die dahinter stehenden Konzepte und die aktuelle Entwicklung erläutert werden.

  2. Gleaning Resource Descriptions from Dialects of Languages (GRDDL)
    GRDDL ist ein Mechanismus um RDF-Annotationen aus XML basierten Dokumenten zu extrahieren. Neben der hierfür eingesetzen Technik sollen use-cases und die hierfür zur Verfügung stehenden Werkzeuge vorgestellt werden.

  3. Object-Role Modeling (ORM)
    ORM basiert auf dem Prinzip des "faktenorientierten Modellierens", welches Objekte und ihre Rollen zueinander beschreibt. Diese Methodik und ihre Werkzeuge soll dabei vergleichbaren Ansätzen aus dem SW gegenübergestellt werden.
  4. Interoperable Web Metadata mit RDFa
    RDFa ist ein Format um strukturierte Daten in (X)HTML einzubetten.
  5. Topic Maps und XFML
    XFML, die eXchangeable Faceted Metadata Language, ist ein XML-Format für die Veröffentlichung und den Austausch von hierarchisch organisierten sog. "Topics". Dieser Standard soll erläutert und gegen alternative Vorschläge der SW Initiative evaluiert werden.
  6. Perspektiven semantischer Technologien in der Industrie
    Semantische Technologien scheinen nach aktuellen Untersuchungen in betrieblichen Anwendungen immer wichtiger zu werden. Es sollen Ergebnisse von Anwenderstudien zusammengetragen und erfolgreiche Projekte vorgestellt werden.

 Ablauf und Termine

 

Die Vorträge des Seminars werden in einer Blockveranstaltung am Ende des Wintersemesters gehalten. Bereits während der Vorlesungszeit sollen die schriftlichen Ausarbeitungen erstellt werden. Die Betreuer geben dabei in mehreren gemeinsamen Treffen sowie in Einzelgesprächen Hilfestellung.

Um zusätzlich die Qualität der Ausarbeitungen zu verbessern, wird ein sogenanntes Reviewing durchgeführt. Dabei begutachtet jeder Seminarteilnehmer zwei Ausarbeitungen seiner Kommilitonen und übt konstruktive Kritik.

Damit dies möglich ist, müssen wir uns an einen gewissen Zeitplan halten. Die folgende Liste gibt eine grobe Einteilung des zeitlichen Ablaufs wieder. Genauere Termine hängen von der Stundenplangestaltung ab und werden rechtzeitig bekanntgegeben.

ab Vorlesungsbeginn:
Angegebene Literatur studieren, zusätzliche Literatur suchen, Überblick über das Thema verschaffen und dieses strukturieren.
vorauss. 5. Vorlesungswoche (13. -- 17- November)
Jeder Teilnehmer präsententiert das Ergebnis seines Literaturstudiums in einem 5-minütigen Kurzvortrag.
Semestermitte: Reviewing
Einige Tage vor dem Reviewtreffen ist eine vollständige Fassung der Ausarbeitung beim Betreuer abzugeben. Jeder Teilnehmer erhält eine oder zwei Ausarbeitungen zur Begutachtung. Die Bewertungen und Anregungen werden beim Treffen gegenseitig vorgetragen.
Semesterende
Gemeinsame Blockveranstaltung für Seminar-Vorträge. Ausarbeitung und Präsentationsfolien sind (in elektronischer Form) spätestens zwei Tage vorher beim Betreuer abzugeben.

In der Zeit vor und nach dem Reviewing trifft sich jeder Teilnehmer jeweils mindestens einmal mit seinem Betreuer zu einem Einzelgespräch. Als Vorbereitung für die Ausarbeitung ist für das erste Treffen eine schriftliche Gliederung des Themas mit stichwortartiger Inhaltsbeschreibung der geplanten Abschnitte mitzubringen. Zum zweiten Treffen ist die unter Berücksichtigung der Review-Kommentare überarbeitete Ausarbeitung sowie ein Entwurf der Präsentationsfolien mitzubringen. Weitere Einzeltreffen können nach Bedarf mit dem Betreuer vereinbart werden.

Die Ausarbeitungen sollen 8 bis 10 DIN A4-Seiten umfassen und ebenso wie die Präsentationsfolien als PDF-Dateien abgegeben werden. Die Vorträge sollen eine Dauer von etwa 30 Minuten haben, anschließend ist Zeit für eine 5- bis 10-minütige Diskussion.

 Literatur

  Zu den einzelnen Themen werden jeweils ein oder mehrere wissenschaftliche Aufsätze ausgeteilt, die als Einstieg dienen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer auch selbständig weiterführende oder vertiefende Artikel recherchieren.

Etliche Aufsätze, die bei Konferenzen oder in Zeitschriften veröffentlich wurden, sind auch online zugänglich. Als gute Quellen können hier u.a. folgende Internet-Adressen dienen:

 Technisches

  Typ: Seminar im Hauptstudium (2 Std.)
  Zuordnung:  Praktische und Angewandte Informatik oder
Theoretische und mathematische Methoden der Informatik (Kernfach)
    Künstliche Intelligenz (Vertiefungsgebiet)


Abtl. KI Startseite Hilfe Mail an Webmaster -tl, 24. Sept. 2007