Universität Ulm, Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik, Institut für Künstliche Intelligenz up: weitere Lehrveranstaltungen

Semantic Web und Ontologien

Praktikum im Wintersemester 08/09


 Aktuelle Hinweise

Vorbesprechung:
Donnerstag, 16.10. um 13:45 Uhr im Raum O28 / 1002

 Veranstalter

 
Professor Dr. Friedrich von Henke, O 27 / 450, Sprechstunde: n.V.
Dr. Thorsten Liebig, O 27 / 423, Sprechstunde: n.V.
mit
Olaf Noppens, O 27 / 422, Sprechstunde: n.V.

 Inhalt

Das Semantic Web kombiniert Methoden Wissensrepräsentation mit Hilfe von Ontologien mit Techniken und Sprachen des WWW. Diese vom World Wide Web Consortium geförderte Initiative ist ein derzeit sehr aktives Forschungsgebiet.

Im Rahmen des Praktikums sollen verschiedenartige prototypische Werkzeuge in diesem Kontext an kleinen Szenarien implementiert und evaluiert werden. Dabei werden typische Sprachen und Format aus dem Bereich des Semantic Web (z.B. OWL1.1, RDFS, DIG 2.0) angewendet. Grundkentnisse im Bereich Logik, Ontologien, Web Services, Java oder Lisp sind hilfreich. Viele Themen bieten auch die Möglichkeit einer Vertiefung in einer nachfolgenden Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit (siehe hierzu auch die Vorschläge für Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten).

  1. Semantic Web und Beschreibungslogik
    Eine Facette des Semantic Web ist stark mit OWL und Beschreibungslogik verbunden. Dabei spielen auch immer mehr Nichtstandard-Schlussfolgerungsdienste eine bedeutende Rolle. In dieser Aufgabe sollen bekannte Algorithmen wie least common named subsumer, least common subsumer, approximation implementiert werden. Dies geschieht in JAVA mithilfe der am Institut zusammen mit einer internationalen Gruppe entwickelten Ontologie API (OWL API)

  2. OWL, RDF und SPARQL
    Immer mehr RDF-Repositorien mit einer großen Anzahl an Daten stehen offen zur Verfügung und auf diese kann über die Anfragesprache SPARQL zugegriffen werden. In dieser Aufgabe wollen wir erkunden, inwieweit SPARQL und OWL zusammenpassen. SPARQL-Anfrage können als Schlussfolgerungsmethoden angesehen werden, die wir dann über die OWL API ansprechen wollen.

  3. Datenbanken und Inferenzdienste
    Um über große Datenmengen zu schlussfolgern, ist eine Kombination von Datenbanken mit Inferenzprozeduren notwendig. In dieser Aufgabe sollen bekannte Ansätze prototypisch implementiert und evaluiert werden. Ein Ansatz sieht beispielsweise vor, dass Inferenzwissen in die Anfrage (SQL) eincodiert wird.
    Datenbankkenntnisse (z.B. MySQL) sind von Vorteil.

  4. U2R2 - Ein regelbasiertes Schlussfolgerungssystem
    In dieser Aufgabe soll ein am Institut prototypisch entwickeltes Schlussfolgerungssystem um zusätzliche Funktionalität erweitert werden. Dies umfasst u.a:

  5. Parallel Reasoner
    Ein am Institut prototypisch entwickeltes Schlussfolgerungssystem, das seine Schlussfolgerungsalgorithmen auf Multiprozessorarchitekturen optimiert hat, um einen hohen Grad von paralleler Bearbeitung zu erreichen, soll in dieser Aufgabe um zusätzliche Sprachmächtigkeit erweitert und evaluiert werden.

  6. Semantic Web und Web 2.0
    Die Kombination von Semantic Web und Web 2.0 eröffnet völlig neue Anwendungsszenarien. In dieser Aufgabe soll ein bereits entwickeltes Web 2.0 Framework zur grafischen Darstellung von Wissensnetzen verwendet werden, um einen Klassenhierarchie-Browser/-Editor zu erstellen. Dabei kann man sich sowohl auf Client-Seite (javascript) auf bestehende Komponente zurückgreifen, als auch auf Server-Seite. AJAX Kenntnisse sind von Vorteil.

  7. News, Semantic Web und Web 2.0 (AJAX)
    In dieser Aufgabe soll ein bereits entwickelter News-Browser auf AJAX übertragen werden und mit Web 2.0 Komponenten erweitert werden. Der News-Browser ermöglicht das gezielte Auffinden von Information nach inhaltlichen Kriterien. Auf client-Seite kann dabei bereits auf ein am Institut entwickeltes Web 2.0 Framework zur grafischen Darstellung von vernetzten Wissen zurückgegriffen werden. AJAX Kenntnisse sind von Vorteil.

  8. Visualisierung von Ontologien
    Mitarbeit an dem am Institut entwickelten graphischen, inferenz-basierten Framework zur Visualisierung von Ontologien. Im Rahmen dieser aktiven Tätigkeit fallen eine Reihe von Aufgaben und Forschungsfragen an, u.a.: Dieses Aufgabengebiet kann insbesondere auch für Studierende der Medieninformatik ohne spezielle Vorkenntnisse einen Einstiegspunkt in das Forschungsgebiet des Semantic Webs darstellen.

     Technisches

      Typ: Praktikum im Hauptstudium
      Zuordnung:  Praktische und angewandte Informatik (Kernfach)
    Künstliche Intelligenz (Vertiefungsgebiet)


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