Universität Ulm, Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik, Institut für Künstliche Intelligenz up: weitere Lehrveranstaltungen

Semantic Web und Ontologien

Praktikum im Wintersemester 07/08


 Aktuelle Hinweise

Vorbesprechung:
Dienstag, 23.10. um 16:30 Uhr im Raum O27 / 429

 Veranstalter

 
Thorsten Liebig, O 27 / 423, Sprechstunde: n.V.
mit
Olaf Noppens, O 27 / 422, Sprechstunde: n.V.

 Inhalt

Das Semantic Web kombiniert Methoden Wissensrepräsentation mit Hilfe von Ontologien mit Techniken und Sprachen des WWW. Diese vom World Wide Web Consortium geförderte Initiative ist ein derzeit sehr aktives Forschungsgebiet.

Im Rahmen des Praktikums sollen verschiedenartige prototypische Werkzeuge in diesem Kontext an kleinen Szenarien implementiert und evaluiert werden. Dabei werden typische Sprachen und Format aus dem Bereich des Semantic Web (z.B. OWL1.1, RDFS, DIG 2.0) angewendet. Grundkentnisse im Bereich Logik, Ontologien, Web Services, Java oder Lisp sind von Vorteil. Es empfiehlt sich die Vorlesung Wissensmodellierung und wissensbasiertes Systeme besucht zu haben, dies ist aber (je nach Themenwahl) keine Voraussetzung. Viele Themen bieten auch die Möglichkeit einer Vertiefung in einer nachfolgenden Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit (siehe hierzu auch die Vorschläge für Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten).

  1. Parser für kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen
    Natürlichsprachliche Schnittstellen bieten auch unerfahrenen Benutzern die Möglichkeit, Anfragen an Wissensbasen zu formulieren. Ziel diese Praktikums ist es, einen Parser für kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen (z.B. controlled english) zu entwerfen, der diese in conjunctive queries übersetzt. Da es sich um kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen handelt, sollem dem Benutzer während der Eingabe Möglichkeiten zur Vervollständigung der Anfrage vorgeschlagen werden (auto completion).

  2. Intelligente Eingabeoberfläche zur effizienten Erfassung formalisierter Texte
    In vielen Anwendungsfeldern wird von Benutzern verlangt, durchgeführte Tätigkeitkeiten zu protokollieren. Trotz der Tatsache, dass in vielen Fällen eine automatisierte Weiterverarbeitung der erfassten Informationen erforderlich ist, erfolgt deren Akquisition oftmals über Freitext oder Formular. So muss beispielsweise ein Arzt Symptome, Untersuchungsergebnisse, Diagnosen und verordnete Therapie handschriftlich in einer Patientenakte verzeichnet - obwohl das verwendete Vokabular und die verschiedenen "Eintragstypen" sehr übeschaubar bzw. fest vorgegeben ist. Ziel dieses Projektes ist es, einen kontextsensitiven Editor zu entwerfen, der auf Basis einer Domänen-Ontologie während der Texteingabe eine intelligente Wort- und Satzvervollstädigung (auto completion) anbietet und nur solche Eingaben erlaubt, die konsistent mit der verwendeten Ontologie sind (syntax- and semantic check).

  3. Semantische Forensuche mit AJAX
    Die Suche in großen und heterogenen Foren gestaltet sich schwierig. Mit Hilfe semanticher Technologien lassen sich Foreneinträge besser kategoriesieren. Im Praktikum soll eine graphische und interaktive Benutzerschnittstelle hierfür implementiert werden.

  4. Visualisierung von Ontologien
    Mitarbeit an dem am Institut entwickelten graphischen, inferenz-basierten Framework zur Visualisierung von Ontologien. Im Rahmen dieser aktiven Tätigkeit fallen eine Reihe von Aufgaben und Forschungsfragen an, u.a.: Dieses Aufgabengebiet kann insbesondere auch für Studierende der Medieninformatik ohne spezielle Vorkenntnisse einen Einstiegspunkt in das Forschungsgebiet des Semantic Webs darstellen.

  5. Nutzerrechte und Ontologien/Reasoning
    Heutige Schlussfolgerungssysteme kennen keinerlei Rechtekonzept. Die Aufgabe besteht darin ein Konzept vorzuschlagen, dass die Modellierung von Benutzerrechten auf einer Ontologie erlaubt, die Konsequenzen für den Schlussfolgerungsprozess zu beschreiben und die Erkenntnisse an einem prototypischen System zu verifizieren.

  6. NFC auf dem Mobiltelefon
    Mit Hilfe von Near Field Communication (NFC) lassen sich im mobilen Umfeld Erinnerungsfunktionalitäten realisieren, um z.B. einer Person mit minimalen Aufwand eine Nachricht in Abwesenheit zu hinterlassen. Auf einem NFC-fähigen Telefon soll prototypisch eine solche Applikation implementiert werden.

     Technisches

      Typ: Praktikum im Hauptstudium
      Zuordnung:  Praktische und angewandte Informatik (Kernfach)
    Künstliche Intelligenz (Vertiefungsgebiet)


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