Universität Ulm, Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik, Institut für Künstliche Intelligenz up: weitere Lehrveranstaltungen

Inferenzdienste für das Semantic Web

Praktikum im Sommersemester 2008


 Aktuelle Hinweise

Vorbesprechung:
Dienstag, 15.04. um 16:00 Uhr im Raum O27 / 3211

 Veranstalter

 
Thorsten Liebig, O 27 / 423, Sprechstunde: n.V.
mit
Olaf Noppens, O 27 / 422, Sprechstunde: n.V.

 Inhalt

Das Semantic Web kombiniert Methoden Wissensrepräsentation mit Hilfe von Ontologien mit Techniken und Sprachen des WWW. Diese vom World Wide Web Consortium geförderte Initiative ist ein derzeit sehr aktives Forschungsgebiet.

Im Rahmen des Praktikums sollen verschiedenartige Prototypen in diesem Kontext an kleinen Szenarien implementiert und evaluiert werden. Dabei werden typische Sprachen und Format aus dem Bereich des Semantic Web (z.B. OWL1.1, RDFS, DIG 2.0) angewendet. Grundkentnisse im Bereich Logik, Ontologien, Web Services, Web 2.0 Java oder Lisp sind - je nach Aufgabenstellung - von Vorteil. Es empfiehlt sich die Vorlesung Wissensmodellierung und wissensbasiertes Systeme besucht zu haben oder auch parallel zu besuchen, dies ist aber (je nach Themenwahl) keine Voraussetzung. Viele Themen bieten zudem die Möglichkeit einer Vertiefung in einer nachfolgenden Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit (siehe hierzu auch die Vorschläge für Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten).

  1. Erweiterungen für die OWL API
    Die am Institut zusammen mit einer internationalen Gruppe entwickelte Ontologie API (OWL API) soll um zusätzliche Funktionalität erweitert werden: Erfolgreiche Ergebnisse dieser Arbeit fließen in das OWL API Projekt ein.

  2. Semantic Web und Web 2.0 (AJAX)
    Die Kombination von Semantic Web und Web 2.0 eröffnet völlig neue Anwendungsszenarien. In dieser Aufgabe soll ein bereits entwickelter News-Browser auf AJAX übertragen werden und mit Web 2.0 Komponenten erweitert werden. Der News-Browser ermöglicht das gezielte Auffinden von Information nach inhaltlichen Kriterien.
    AJAX Kenntnisse sind von Vorteil.

  3. Datenbanken und Inferenzdienste
    Um über große Datenmengen zu schlussfolgern, ist eine Kombination von Datenbanken mit Inferenzprozeduren notwendig. In dieser Aufgabe sollen bekannte Ansätze prototypisch implementiert und evaluiert werden. Ein Ansatz sieht beispielsweise vor, dass Inferenzwissen in die Anfrage (SQL) eincodiert wird.
    Datenbankkenntnisse (z.B. MySQL) sind von Vorteil.

  4. Parallel Reasoner
    Ein am Institut prototypisch entwickeltes Schlussfolgerungssystem, das seine Schlussfolgerungsalgorithmen auf Multiprozessorarchitekturen optimiert hat, um einen hohen Grad von paralleler Bearbeitung zu erreichen, soll in dieser Aufgabe um zusätzliche Sprachmächtigkeit erweitert und evaluiert werden.

  5. Visualisierung von Ontologien
    Mitarbeit an dem am Institut entwickelten graphischen, inferenz-basierten Framework zur Visualisierung von Ontologien. Im Rahmen dieser aktiven Tätigkeit fallen eine Reihe von Aufgaben und Forschungsfragen an, u.a.: Dieses Aufgabengebiet kann insbesondere auch für Studierende der Medieninformatik ohne spezielle Vorkenntnisse einen Einstiegspunkt in das Forschungsgebiet des Semantic Webs darstellen.

  6. Parser für kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen
    Natürlichsprachliche Schnittstellen bieten auch unerfahrenen Benutzern die Möglichkeit, Anfragen an Wissensbasen zu formulieren. Ziel diese Praktikums ist es, einen Parser für kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen (z.B. controlled english) zu entwerfen, der diese in conjunctive queries übersetzt. Da es sich um kontrolliert-natürlichsprachliche Anfragen handelt, sollem dem Benutzer während der Eingabe Möglichkeiten zur Vervollständigung der Anfrage vorgeschlagen werden (auto completion).

     Technisches

      Typ: Praktikum im Hauptstudium
      Zuordnung:  Praktische und angewandte Informatik (Kernfach)
    Künstliche Intelligenz (Vertiefungsgebiet)


    Inst. KI Startseite on - 10.04.2008