| Universität Ulm, Fakultät für Informatik, Abtl. Künstliche Intelligenz | up: Diplomarbeiten |
| Zusammenfassung |
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Testbeds für Multi-Agenten Systeme ermöglichen Versuche mit mehreren Agenten, die kooperierend oder konkurrierend in einer gegebenen Umwelt agieren. Zumeist werden diese Experimentierumgebungen jedoch nur für eine spezielle Agenten-Architektur in einem speziellen Szenario erstellt und bieten deshalb nicht allgemein verwendbare Werkzeuge an. Um die Erstellung und Wiederverwendung von Testbeds und ihren Komponenten zu unterstützen, integrieren wir Agenten in einen allgemeineren Modellierungs- und Simulationsformalismus für diskret Ereignis-orientierte Systeme. Dieser kombiniert ein komponentenbasiertes, hierarchisches Modelldesign mit einem parallel und verteilt arbeitenden Ausführungsmechanismus. Die Arbeit zeigt die prototypische Realisierung des Testbeds James (Java based Agent Modeling Environment for Simulation), welches intelligente Agenten mit austauschbaren deliberativen Komponenten in einer dynamischen Umwelt simuliert. Eine exemplarisch durchgeführte Evaluierung planender Agenten im Tileworld-Szenario illustriert die Möglichkeiten von James.
Ein wichtiger Schritt im Entwicklungszyklus von Sofware ist deren Evaluation. Da Computer-Programme immer mehr in für Mensch und Wirtschaft kritischen Bereichen eingesetzt werden, sind Methoden zur Einschätzung von Korrektheit und Leistungsfähigkeit der Applikationen von größerer Bedeutung denn je. Diese Arbeit fokussiert Methoden zur Leistungsmessung einer besonderen Art von Software, die sich in der Praxis aufgrund ihrer hohen Komplexität formaler Verifikation bisher entzieht: intelligente Agenten [Fisher und Wooldridge 93,Wooldridge 96]. Unter dem Begriff Agent verstehen wir Entitäten, welche die folgenden von Wooldridge und Jennings [Wooldridge und Jennings 95] beschriebenen Eigenschaften besitzen:
Da es sich bei intelligenten Agenten meist um hochkomplexe Software handelt, deren Vertreter sich in den seltensten Fällen in Aufbau und Funktion auch nur annähernd ähnlich sind, gestalten sich solche Tests recht schwierig. Es gibt keine allgemein vorhandenen Funktionalitäten, die der Reihe nach aktiviert werden können und vergleichbare Ergebnisse liefern1. Aus diesem Grund hat sich bei Entwicklern die Praxis durchgesetzt, die Agenten mit prototypischen Problemstellungen zu konfrontieren, das heißt, sogenannte benchmark tests durchzuführen. Als Beispiel sei hier das Spiel ``Türme von Hanoi'' genannt, das Planern präsentiert wird. So begann man Testumgebungen für das jeweilige Produkt zu erstellen und es in möglichst aussagekräftigen Szenarien systematisch zu erproben. Testbeds für Multi-Agenten Systeme sind solche Umgebungen, die es zudem erlauben, kontrollierte Experimente mit mehreren interagierenden Agenten in einer virtuellen Umwelt durchzuführen [Hanks 93]. Jedoch werden diese Testbeds meistens sehr speziell auf die zu
testende Software zugeschnitten. Für eine andere Agenten-Architektur
oder ein neues Einsatz-Szenario müssen die Systeme jeweils von Grund
auf neu implementiert werden, da in der Mehrzahl der Fälle das Design
zu spezialisiert und monolithisch ist: Aufgabenstellung: 1 Ein Gegenbeispiel sind Datenbanken, deren maximal möglicher Transaktionsdurchsatz durch eine gegebene Test-Datenmenge ermittelt werden kann. 2 In diesem Zusammenhang stellt sich die berechtigte Frage, ob systematische Experimente in manchen Fällen überhaupt machbar sind: Es gibt viele realitätsnahe Szenarien, die beliebig viele miteinander kombinierbare Einflußgrößen haben [Hanks 93]. |
| Online Kopie |
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| BibTeX Eintrag |
@MastersThesis{Schatten98,
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