Beim Mid-Central European Regional Contest in Freiburg im November letzten Jahres belegten die drei Teams der Universität Ulm die Plätze eins, zwei und sieben. Damit haben wir uns für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Ulmer Delegation bestand aus
Walter Guttmann, Informatik Axel Blumenstock, Reserve, Informatik Alexander Neubeck, Informatik Bertram Wirth, Reserve, Informatik Christian Ehrhardt, Mathematik Axel Gandy, Reserve, Wirtschaftsmathematik Marc Meister, Coach, Mathematik
Am Nachmittag trifft man sich im Hotel, das gleichzeitig auch Austragungsort des Wettbewerbs und des Rahmenprogramms ist. Wir können die ursprünglich für acht Uhr geplante Registrierung vorverlegen. Auch dieses Jahr ist der Sponsor wieder IBM. Vertreter des Veranstalters, nämlich der Association for Computing Machinery (ACM), heißen die Teams willkommen. Wir bekommen Namensschildchen und T-Shirts, die wir während des Wettbewerbs tragen müssen.
Interessant ist die Vorführung der neuesten (fast perfekten) Spracherkennungstechnologie und der Vortrag zum Thema Pervasive Computing, bei dem es um intelligente Systeme geht, die den Menschen im Alltag unterstützen sollen. Im Moment ungeklärt bleibt allerdings, wie man mit den riesigen Datenmengen umgehen kann.
Am Abend erfahren wir im Pacific Space Centre eine einzigartige Laser-Show mit Musik von Pink Floyd - nichts für schwache Nerven.
Danach beginnt die Eröffnungszeremonie, bei der die Teams in den Ablauf des Wettbewerbs eingeführt werden. Anschließend geht es zur Practice Session: alle Teams dürfen die Computer, an denen am nächsten Tag der Wettbewerb stattfinden wird, ausprobieren. Die Entwicklungsumgebung wird begutachtet und kritisch getestet. Fragen, die das System betreffen müssen jetzt gestellt werden, sonst bleiben sie möglicherweise unbeantwortet. Fast alles scheint zu funktionieren.
Beim VisualAge for Java Challenge geht es um die Erstellung graphischer Benutzeroberflächen für Programme. Nicht nur die Funktionalität zählt, sondern sie sollten auch gut aussehen und bedienbar sein. Nur ein Bruchteil der Teams nimmt Teil und es gibt insgesamt nur 16 korrekte Einsendungen. Obwohl wir nicht mit der Entwicklungsumgebung vertraut sind, gelingt es uns, ein Meets the Minimal Functional Requirements zu erzielen - ein Erfolg! Das Team der Universität Warschau gewinnt. IBM's Java Werkzeuge scheinen sich zumindest unter den anwesenden Programmierern nicht durchzusetzen.
Drei Stunden später folgt die Siegerehrung. Tatsächlich hat kein Team 7 Aufgaben bewältigt. Das Team der St.Petersburg State University ist mit 6 gelösten Aufgaben Weltmeister. Das Team der Universität Ulm belegt den 5. Platz - wir sind wieder unter den Top Ten! Die Rangliste:
| Rang | Team | Aufgaben | Akkumulierte Zeit [min] |
| 1 | St.Petersburg State University | 6 | 728 |
| 2 | Virginia Tech | 6 | 850 |
| 3 | St.Petersburg Institute of Fine Mechanics and Optics | 6 | 935 |
| 4 | University of Waterloo | 6 | 963 |
| 5 | University of Ulm | 5 | 490 |
| 6 | Warsaw University | 5 | 586 |
| 7 | Massachusetts Institute of Technology | 5 | 613 |
| 8 | Seoul National University | 5 | 632 |
| 9 | Sharif University of Technology | 5 | 780 |
| 10 | Harvard University | 5 | 795 |
Weitere 54 Universitäten folgen - darunter CalTech, Stanford und UCSD. Auch MIT und Harvard liegen - wie bereits letztes Jahr - hinter Ulm.
Die abschließende Feier war dieses Jahr leider nicht so gelungen, wie letztes Jahr. Vielleicht wird es nächstes Jahr besser: Austragunsort ist dann Honolulu auf Hawaii. Natürlich müssen wir uns erst einmal qualifizieren.